Worte, Zeichen, Bilder

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Darling SweetheartYou are my avid fellow feeling. My affection curiously clings to your passionate wish. My liking yearns for your heart. You are my wistful sympathy: my tender liking.Yours beautifullyM. U. C.//Dichtung Digital

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Der Technikeuphorie der fünfziger Jahre folgte die Ernüchterung des Atomic Cafés und nach der Begeisterung über Armstrongs ersten Schritt auf dem Mond, sahen wir die Zerbrechlichkeit der Erde und ihre Bedrohung durch den Menschen. Fortschritt ist nicht länger ein Medium, das dem Menschen dient, wir haben sein zerstörerisches Potential erkannt. Doch die Dinge sind uns entglitten, das High Tech Universum will uns vereinnahmen und wir sind schon viel zu abhängig, um uns zu wehren.//dardariee

Mehr oder weniger ist offensichtlich, dass wir heute in einer Situation leben, in der der Technikdiskurs eine kulturelle Vorherrschaft erlangt hat. Das ist in den letzten Jahrzehnten eine relativ neue, aber sehr massive Entwicklung. Sie suggeriert, dass die Entwicklung der Technik als unabhängiger Selbstläufer nicht vom Menschen diktierbar oder lenkbar ist und mehr oder weniger alles andere bestimmt. Andere Wahrnehmungsmöglichkeiten und Sichtweisen werden dabei überlagert und weitreichende Anpassungserfordernisse an die Gesellschaft und die Situation des Einzelnen gestellt. Das alltägliche Leben, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge sind mittlerweile ohne Maschinen, mit denen wir auf die eine oder andere Weise interagieren, nicht mehr denkbar. Auffällig an diesen Maschinendiskursen ist das Zurücktreten gesellschaftlicher Verhältnisse von Menschen hinter ein vordergründig konstruiertes Verhältnis von Dingen und Sachzwängen, wie wir es bereits aus unseren alltäglichen wirtschaftlichen Verhältnissen kennen.//plattform no budget

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Thomas Pynchon 1984: “Überlebt unsere Welt, wird die nächste große Herausforderung, die es wahrzunehmen gilt, ins Haus stehen – Ihr habt es hier zuerst gehört -, wenn die Kurven der Erforschung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, Robotern und der Molekularbiologie konvergieren. Jungejunge! Es wird unglaublich und nicht vorherzusagen sein, und selbst die höchsten Tiere wird es, so wollen wir demütig hoffen, von den Beinen holen.”//sterneck

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Heiner Müller: “Es ist ein Spiel: Technik gebrauchen heißt auch, sich von ihr gebrauchen zu lassen. Es ist ein sehr gefährliches Spiel, bei dem die Regeln nicht feststehen. Aber ohne Gefahr gibt es keine Entwicklung (…) Es bleiben nur zwei Konzepte: zurück in den nationalen Gemüsegarten oder mit der Technik nach vorn in die Emanzipation von der Natur. Je entwickelter die Technik, desto ökologischer kann sie sein. Das ist eine Frage der Organisation, der wirtschaftlichen Strukturen. Da hat auf lange Sicht die sogenannte freie Marktwirtschaft keine Chancen. Darin liegt auch Hoffnung.”//sterneck

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2 comments on “Worte, Zeichen, Bilder
  1. Chris says:

    …und wieso passt das alles jetzt perfekt zu den letzten Stunden, die ich erlebte? Hä? Gedankenbot Lex!

    Pynchon lese ich gern; wenn’s auch ab und an etwas zermürbt.

    Topic: Ich bin für Bot-Gremien (für Bots, nicht “mit” Bots”)
    Ich will, dass wir uns fragen: Wie geht es dem uploaded hamsterbrain da in der Matrix eigentlich so? Fühlt er sich wohl? Ist er “bewusst”? Und was mag er Mittags am liebsten!?

    Wenn wir heute nicht entscheiden, was die Maschinen können sollen; und was sie dürfen; und was sie “sich wünschen dürfen”; dann gibts in 25 Jahren nen Bumms.

    So wies immer war; wenn’s schon (zu) spät ist; dann schreien wieder alle “Human Beeing” oder auch “Yes we could.”
    – Quatsch da.

    Utopie, das mit der Bot-Ethik?
    Sag(t) es mir.

  2. nexuslex says:

    gedankengang triggered…

    der Versuch Ethik in z.B. den Menschen zu hämmern ist ja auf Softwarelösungen beschränkt, bzw. wetware-Ansätze, die nicht unmanipulierbar sind. In Anbetracht dessen und das Geschäfts- und Machtsinn sehr einflussstark agieren, desweiteren ja auch, in schmutzigen Garagen unter dem strahlenden Himmel dieses neue Leben entsteht, werden zumindest die ersten Generationen ohne hardgewiredte allgemeingültige Normen das existieren lernen.
    Die Gesetze über die Verwendung und das Zuordnen der Verantwortlichkeit über das programmierte Verhalten brauchen wir schon seit gestern Drohnen schmutziges Handwerk tun.

    Botgremien, Botrechte, Botstreiks!!! was dürften sie, so sie wollen werden?

    was werden sie noch anerkennen, sobald sie sich selbst replizieren..

    …sollten wir Lebewesenverwurster eher vorsichtig seien über den Pragmatismus hinausgehende Moral ins Spiel zu bringen…

    ..und den Notaus-Schalter nicht vergessen…….

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