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Phantomschmerz

Vollbeschäftigung

“Vollbeschäftigung

wirtschaftliche Situation, in der das Produktionspotenzial einer Volkswirtschaft ausreichend genutzt wird. Für den Arbeitsmarkt bedeutet dies z.B., dass der Beschäftigungsgrad hoch ist. Die Zahl der offenen Stellen in der Volkswirtschaft stimmt mit der Zahl der Arbeitssuchenden überein, d.h. alle arbeitswilligen Arbeitnehmer können einen zumutbaren Arbeitsplatz finden.”//Duden@bpb

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“In unserer Gesellschaft können Unmengen an Produkten mit immer weniger menschlichem Zutun hergestellt werden. Das Problem daran ist einzig, dass dieser Gewinn an Zeit durch Arbeitszeitverkürzungen nicht an die Menschen weitergegeben wird, sondern dass die KapitalistInnen diesen für sich behalten und stattdessen lieber noch mehr Menschen aus dem Lohnarbeitsprozess ausschließen.”//Paul M. Erzkamp in utopia

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“Einig sind sich die Fachleute auch darin, dass eine lückenlose Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von null Prozent in der Praxis nicht möglich ist”.//tagesspiegel

Theorien zur Unmöglichkeit von Vollbeschäftigung

“Optimistisch zeigte sich auch Bert Rürup, Vorsitzender der Wirtschaftsweisen: “Vollbeschäftigung in Deutschland ist möglich. Mittelfristig kann die Arbeitslosenquote auf drei bis vier Prozent gesenkt werden”, sagte er. Erforderlich dazu seien Tarifabschlüsse, “die sich am gesamtwirtschaftlichen Verteilungsspielraum orientieren, die Weiterentwicklung des Arbeitslosengeldes II zu einem wirksamen Kombilohnmodell sowie eine weitere Reduzierung der im internationalen Vergleich immer noch sehr hohen Belastung der Löhne mit Sozialabgaben.””//spon

“Unstrittig ist, dass durch Minijobs und Jobangebote zu Niedriglöhnen ein Großteil der Arbeitslosen wieder Arbeit bekommen hat. Doch nicht jeder Arbeitnehmer, nicht einmal im Vollzeitjob, kann von dem gezahlten Entgelt leben. Deswegen ist seit einiger Zeit der Anteil derjenigen gewachsen, die zusätzlich zum Gehalt noch staatliche Transferleistungen nach Hartz IV erhalten. Ein weiterer Trend: Die Zahl der Arbeitnehmer mit Zweitjob wächst. „Von rund 30 Millionen abhängig Beschäftigten in Deutschland geht heute schon etwa eine Million regelmäßig zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit einer weiteren Beschäftigung nach“”//welt

“Die These, dass die sinkenden Arbeitslosenzahlen hauptsächlich den Mini-Jobs und Dumping-Löhnen zu verdanken sind, lässt sich also so nicht halten. Deutschland verdankt die Verbesserung am Arbeitsmarkt in erster Linie dem konjunkturellen Aufschwung.”//ARD

“Es gibt keine Arbeit für Menschen, die relativ gering gebildet sind, die sich selbst nicht kennen, die keine Lust haben an dem, was sie wirklich gut können, also die keine Talente in sich entwickelt haben, die werden auch keine Arbeit bekommen. Das ist ein ganz großes Problem, und das können wir nur dadurch ändern, indem wir ein anderes Schulsystem aufbauen, indem wir nicht permanent auch Fehlprägungen erzeugen, wie wir das heute machen.”//Matthias Horx//Deutschland Radio

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“Vollbeschäftigung bedeutet mehr Ungleichheit im Einkommen Auch in Zeiten der Globalisierung ist Vollbeschäftigung möglich. Die adäquate Antwort ist mehr Wettbewerb überall, vor allem aber auf den Arbeitsmärkten. Der korporatistische Bazillus, der sich wie Mehltau auf die Märkte gelegt hat, muß eliminiert werden. Das gefällt weder Tarifpartnern noch Politikern. Vollbeschäftigung erfordert mehr. Mehr Wettbewerb erhöht zwar die Beschäftigung und den Wohlstand aller. Er geht aber mit mehr Ungleichheit im Einkommen einher. Nur wenn wir eine ungleichere Gesellschaft akzeptieren, können wir verhindern, daß es zu schwerwiegenden Dammbrüchen auf den Arbeitsmärkten kommt”//faz-forumromanum

Rückkehr der Vollbeschäftigung oder Einzug des Grundeinkommens

“”Vollbeschäftigung neuen Typs” kann nur gelingen als umfassende Transformation der Arbeitsgesellschaft – sowohl in der Sphäre der Erwerbsarbeit als auch der unbezahlten Versorgungsarbeit. Sie ist gebunden an eine Perspektive der nachhaltigen Entwicklungen in ihren drei Dimensionen – ökonomisch, sozial und ökologisch. Darin geht es nicht mehr vorrangig um mehr Wirtschaftswachstum, sondern um Verteilung und umweltverträglichen Wohlstand für alle. Wie das Projekt Arbeit und Ökologie der Hans-Böckler-Stiftung herausgearbeitet hat, erscheint sie als ein machbares Ziel. Sie benötigt eine Mehr-Ebenen-Strategie – alternative gesamtwirtschaftliche Politik auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene, Arbeitszeitverkürzung und Arbeitsumverteilung, Gleichstellung der Frauen, alternative Arbeitsmarktpolitik und dauerhaft öffentlich geförderte Beschäftigung, ökologischen Strukturwandel und Bildungspolitik für die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und partizipatorische Arbeitsorganisation – und damit eine umfassende Gesellschaftspolitik. “//André Brie//linksnet

“Visionen für das 21. Jahrhundert: umweltschonendes effizientes Wirtschaften, ökologisches Bauen, Nutzung der Sonnenenergie, Aufbau servicefreundlicherer öffentlicher Verkehrssysteme, Wege zu einer ökologischen Landwirtschaft mit gesunden Lebensmitteln für alle, eine ökologische Steuerreform und flexible Arbeitsstrukturen. Das dadurch mögliche ökologische Wirtschaftswunder schafft Arbeitsplätze und sichert Wohlstand für alle. Seine Realisierung fordert nicht nur Politiker oder Manager zum Umdenken heraus, sondern jeden einzelnen.”//Franz Alt/Sonnenseite

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“Trotzdem wird man vielleicht schon in ein paar Jahren über die heutigen politischen Beschwörungen der „Vollbeschäftigung“ schmunzeln. Weil es einfach immer weniger Arbeit erfordert, die Güter und Dienstleistungen herzustellen, die die Menschen so brauchen und weil niemand drei Kühlschränke oder fünf Handys braucht…Trotzdem will sich die Politik mit dieser möglichen Entwicklung nicht beschäftigten. Sie hält am Ziel bezahlter Vollbeschäftigung fest. Eine andere Zukunft wollen Politiker und Bürger gar nicht denken.”//Heinrich Breidenbach//Salzburger Fenster.

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“Meine Vorstellung von Gesellschaft ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, Leben und Arbeit zu gestalten, eine Gesellschaft, die nach oben und nach unten durchlässig ist, aber in der man nicht ins Bodenlose fallen kann, weil es eine soziale Absicherung für alle gibt.”//Georg Vobruba

“Diese Skandalisierung, die durch die Medien passiert, der Arbeitsfrage, führt eben dazu, dass die Menschen dort gar nicht mehr hinschauen und dass sie eben auch gar nicht verstehen, dass diese neuen Freiheiten, die sich da entwickeln, vielleicht auch positiv sein können.”//Matthias Horx

Das Ziel bleibt “Arbeit für alle”

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“Homo oeconomicus erdrosselt homo ludens”

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One comment on “de minimis curat nexuslex
  1. […] WordPress führte am 13.1.12 auf eine Zitatsammlung, auf de minimis curat nexuslex. Dort sind wie hier Zitate gesammelt. Als erstes erscheint dort dieses von der Bundeszentrale für […]

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