„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“

“Je offensichtlicher die ihre Produktionspotenziale beständig steigernde Wirtschaft nicht mehr in Lage ist, auch nur annähernd Vollbeschäftigung herzustellen, desto verbissener hält die öffentliche Debatte am Ziel der Vollbeschäftigung fest – und sei es durch Billiglohn und Zwangsarbeit….Wir müssen uns von der Zwangslogik der Marktwirtschaft frei machen, der zufolge die menschlichen Bedürfnisse nur befriedigt werden können, wenn dies mit der Realisierung möglichst hoher Profite einhergeht und die gegenwärtige Situation ideologiefrei, mit einer gesunden Portion (Selbst-)Distanz betrachten: Angesichts nie dagewesener wirtschaftlicher Potenziale, einer in höchste Höhen hochgeschraubten Produktivität, stapeln sich derzeit überall Warenberge, während zeitgleich Millionen von Menschen ins Elend abrutschen..”//Tomasz Konicz/tp

“Nur 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im 21. Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten.

Während jedes einzelne Unternehmen diese Entwicklung begrüßt, da sie die eigene Konkurrenzfähigkeit steigert und die Rendite erhöht, steht die Volkswirtschaft vor einem Dilemma. Produkte und Dienstleistungen müssen schließlich auch von Kunden gekauft werden und wenn immer weniger Menschen zu immer niedrigeren Löhnen Produkte und Dienstleistungen erwirtschaften, gibt es auch immer weniger Kunden für diese Produkte.

Im Zeichen der 20:80 Gesellschaft muss das marktwirtschaftliche System daher einen Weg finden, um die Zahl der Konsumenten möglichst groß zu halten. Gelingt dies nicht, kollabiert das System…..Die Wahrung eines komfortablen Lebensstandards für die nicht werktätige Bevölkerung ist somit kein altruistisches Ideal, sondern vielmehr ein gesamtwirtschaftlicher ökonomischer Zwang.. Wenn die Verteilungsfrage auf diese Art und Weise gelöst würde, gäbe es mannigfaltige Wege, wie sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten und damit der Gesellschaft einen Dienst erweisen können. Das Ehrenamt könnte dann beispielsweise seinen Status als Hobby für Besserverdienende ablegen und breiten Kreisen eine sinnvolle Tätigkeit im sozialen, kulturellen oder pädagogischen Bereich ermöglichen. Auch Bildung und der Zugang zum Wissen, den Jeremy Rifkin in seinem Buch „Access“ als den Schlüsselfaktor für die Zukunft der Arbeit ansieht, könnten dann abseits jeglicher Marktlogik abseits von Rentabilitätszwängen vermittelt werden.”//Jens Berger//tp

Es gab Gesellschaften und Menschen, die dachten, ihnen ginge es besser nicht nur durch mehr Güter, sondern durch den Erwerb von Weisheit, Verständnis, mehr Freunden oder besserer Gesundheit. In diesem Fall können wir fast unbegrenzt reicher werden. Nur wenn wir Autos wollen, größere Häuser oder nach Hawaii in den Urlaub fliegen wollen, gibt es einen Widerspruch…Es gibt kein Programm zur Nachhaltigkeit, dass zwischen heute und der nächsten Wahl gut aussieht. Oder das morgen große Gewinne abwirft. Solange wir ein System haben, dass sich vorrangig mit Wahlen und kurzfristigen Gewinnen abgibt, werden wir keine nachhaltige Entwicklung haben. Wir werden uns vielleicht nachhaltig entwickeln, aber es wird uns aufgezwungen werden und sich einer Art entfalten, die wir uns nicht ausgesucht haben.”///Dennis Meadows/tr.

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3 comments on “„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“
  1. Barrakus says:

    Nice, Nice bin schon lange nicht mehr hier gewesen, freut mich das es deinen Blog gut geht, Neues Design, neue Struktur.

    Greetings,

    Barrakus.

  2. nexuslex says:

    einen herzlichen Gruß.
    ja, die beständige Transformation hat es mir gerade angetan.. Struktur, bzw sowas ähnliches… es gibt da immer was zum friemeln…. der Seewolf, wie gehabt? mit Gemach und unverwüsstlich?…

    zum Wohle!

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