Die Fleischtasche auf Abwegen: Fleischeslust, Durstwirrnis und tolle Frauen

Manche nennen es ja gefährliches Halbwissen, wobei ich den Schwerpunkt aber auf zauberhaftes Fragmentalwissen legen wü/erde. Zum Beispiel von der Beschaffenheit der Welt , ihrer Verwobenheit und Saitenspiels. Oder von Rechnern und warum, wenn ich an einem werkel, sich die Konstitution des anderen verschiebt. So vermutete ich dubiose Softwareeinflussnahme, technische Unlauterkeit meines ISPs und Ansätze des gaianischen Hivemindes für die erwartungsungemäße Nichtparatheit meiner recheneinheitlichen Netzverknüpfung, die mir nur instant Benachrichtigen, aber keine reziproke Durchstöberei ermöglichte. Behoben wurde die Eigentümliche Einstellung, durch einen Klick, nach erhellenden Umwegen…

Wie auch immer sah ich schon den freundlichen Hinweis darin darauf, das ich doch auch mal ein paar Takte leben kann ohne meinen OnlineErscheinungen dienlich zu sein, also mit etwas weniger Bewaffnung in die nächste Apokalypse schliddern kann und auch das Bloggeflecht einfach ungefüttert vor sich hinreifen. Weh jedoch, wie Plänzchen, die unbegossen ihrem Verdruss schlaffen Ausdruck verschaffen, sind hier auch dramatisch die Besucherzahlen auf dem Weg in dem Keller unter dem Keller (sagt Bescheid, wenn ihr auf Wasser trefft—)

Dabei habe ich mich köstlich und anderweitig amüsiert, auf dem Folkore um Schlachthaus und geheimnisvollen Turm in Wiesbaden bei BioFruchtwein, PlastikbecherBex, ClubMateVodka, Pepperoni/ColaNußSchnapps, viel Tee, etwas Yohimbe, und zur Feier des Festes einer vernachlässigenbare Eigenbedürftige Menge von MarihuanaKonsum… in wunderlicher Gesellschaft von Grazien und Freunden und Freundinnen und Bekannten und Körpern und Kowsky, und mannigfaltiger sinnspielender Konstruktionen aus Musik, Anblick und Resonanz. Eine neue Theorie dieser Tage besagt, das mich eine solche Unzahl, wenn auch bedeutend sympathischer Menschen,  ein wenig in sensiblen Stress versetzt dem ich mit überaus heftigen Alkoholkonsum zu begenen suche. Durch Reduktion der  höherprozentigen Spirits kann ich inzwischen zwar heuer darauffolgenden Tages auf  mitgebrachte  Erinnerungsinhalte häufiger zugreifen, mir scheint hier wohl bestimmt noch ein gewisser Feinschliff an meiner Charmhaftigkeit erzielbar, indem ich den Anteil von Alkoholika unter 3 Volumenprozent erhöhe und meine heftige Trinkfreude bei Feierlichkeit so etwas geschickter handhabe.

Also von den Sportfreunden – Stiller, deren Hitfeuerwerk nach der notwendigen Überexposition 2006, schon wieder aus der Abgeschmacktheit sich entwindet, machen manchmal wirklich den Eindruck nicht nur ihre, sondern auch deine guten Freunde, da oben auf der Bühne zu sein, so, immer noch echt, obwohl bestimmt schon mehrere damit ihre 2000000 Cent aus dem Topf genommen haben, dies zur Identität der Marke Sportis behauptet zu haben. So wurde mir auch klar, warum viele der Lieder die Frage in mir erweckten, in was für ner Welt mit Sahnehäuchen diese Jungs nun denn leben. Es ist eine Welt in der du dich mit deinen Jungs hinstellst, rockst und trällerst und dafür mehr als genug credits erntest, um dir nicht mehr den Arsch wundtouren zu müssen, stattdessen selbstbestimmten Müßiggang und weitere Annehmlichkeiten ganz oben auf die Prioritätenliste  stellen dürfen darfst. Unsereins hat daran insofern auch Spaß, das selbst der etwas herzhafte Pogo mit wohlgenährten, hormonstrotzenden nahezu schon Ausgewachsenen nur eine herzklopfende Kühle auf der Lunge verursacht und alle Aggression sich in eine warme, verbundene Lebensfreude verflüchtigt.

Bei Meshuggah sah der ähnliche Effekt schon etwas bluttriefender aus. Nicht bei mir, sondern bei demjenigen, den sie nach dem stagediven nur an den Beinen aufgefangen hatten, und auch nicht für mich, denn dieses Konzert war ausverkauft und ich trank nur zwei Feierabendbiere zum Aussenschall und erfreute mich an dem Anblick des echtgeilen Kopfverbandes mit Gaffertape, stellte keinen Schock bei dem Kopfbodenrammer, der wohl Morgen auf Arbeit für einige Erheiterung sorgen dürfte, wohl aber einen kleinen bei dem AIDSpanischen Crewmember , der dieses Kunstwerk fabriziert hat, fest. Meshuggah, halt, aber das war drei Tage später und ich springe damit, wenn auch nicht so wirklich zusammmen hangs los in der Zeit, wie es meinen shrink dazu bringt, mir immer noch überraschendere Medikamentionen anzudienen. Als nächstes wird etwas, das ich als Seelenentkoppler verstehe, in mir zu Teste gehen.

Also, schön brav linearfragmentarisch dem zeitlichen Ablauf der Dinge wiederzugeben versuchen, damit empfundene Psychedelik nicht so augenscheinlich psychotisch schimmert.

Zuerst die Vorfreude, dann die Aufgeregtheit, Wiedersehensfreude und Lüsternheit, die Überwältigung und der erhebende Rausch. Lächeln, von Augen und Haut, Düfte, Gerüche und das Gespür für die passende Anlaufstelle. Das Abstreifen der Normalität zum Eintauchen in die außerordentliche Vergnügensbereitschaft. Lächelnde Augen, strahlende Lächeln und knuffige Grübchen. Schweiß und Freundlichkeiten und enthemmtes Kommunizieren. Rummelsnuff verpasst, dann doch nicht und wieder verpasst und Mediengruppe Telekommander erschienen mir nicht so recht bei der Sache, also wuselte ich stattdessen weiter hin und her und hin und dann in gegenseitiger Begleitung heim- und bettwärts, mit Hupferl. Wiederheraus mit zeitverzögertem schläfrigen Kater, geliebten Freundinnen und dem unbändigen Willen weiter Draufzumachen.

Sweet Vandals: heftig mitreissende Sängerin mit incredibler funkiness, Kopfhöredisko, auch toll, der Fruchtwein und sein total knorker Händler, schrägschönes Singstar, das Miteinander stehen und liegen und rumtollen, und weiter Aufzählungen, die vielleicht mir als Gedächtnisstütze dienen mögen, mir meinen Eindruck dieser Tage wiederzuvermitteln, der so einzigartig wie die vielen Tausend gänzlich anderseigenartigen Eindrücke dieser Tage sind, und euch meine lieben reinzufällig Leser weiter lange weilen, aber ich machs dann doch lieber geschwind. Lächeln und Augen und Grübchen. Liebreiz und, natürlich ganz toll, auch Ärsche und Brust. Herrlich Spaß und ungestüme Energie. Danke Schlachthof und Leute. Sehr geil…..

So war die Situation bei meiner faction :

Creator Message
tex
Posted: Sun Aug 31st, 2008 09:19 PM   Subject: “Fucking Smokers”
are enemies of the past are back to there same old shit, death to the smokers, long live the brotherhood
Posted: Mon Sep 01st, 2008 04:07 PM vikings
I agree they need to be delt with any way shape or form.

Als nächstes steht das hier an:“Die erste Follow Fluxus Stipendiatin Emily Wardill eröffnet ihre Ausstellung am 6. September!“, ich hatte dazu ja auch schon Informationen aufgescheucht, aber dieser weitere Blick ist mir sehr genehm.

Arbeit rauft sehr am Rücken, hoffe auf Akkupunktur und Gymnastik, Mistel für gesünderen Blutdruck, Yoga für Konzentration und einen erfreulichen Hirnscan… und dann muss ich auch mal wieder planvoll werden, bla, bla, bla, bla, bla,

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4 comments on “Die Fleischtasche auf Abwegen: Fleischeslust, Durstwirrnis und tolle Frauen
  1. Chris says:

    Ich habe noch nie (?) einen dermaßen ulkigen Konzertbericht gelesen; die Einzelheiten müssen draußen bleiben; es tickt die Stempeluhr; Herrlich, THXLex für das Amüsement am morgen.

    Bla.

  2. nexuslex says:

    ui, soviel Eindrücke drei Tage, Speed ganz vergessen, eine Band von, mio dio: Elfjährigen und natürlich die sehr charmanten Stereo Total mit denen ich auch noch ein hochoffizielles Interview auf der Baustelle führte, in dessen Verlauf ich erfuhr, das der Mann mit den Instrumenten und dem grandiosen Kreischen meist so hyperaktiv ist, aber das nicht in diesem Wortlaut empfindet und das ich eoigentlich der Hyperaktivste sei. Aber das kam von meiner enzückensden Begleiterin und war bestimmt auch quasi also Lob gedacht….

    Aber Danke, Danke , Danke….. ich darf sagen, ich habe euch vermisst, auf die bloggige Art…

  3. Chris says:

    Wir dich auch Lex, wir dich auch!
    Nix “Quasi”; die will ein Bot-Kind von der Tasche aus Fleisch.

  4. gabriel says:

    wir möchten den lexbot ja nicht verpflichten aber es ist totzdem schön von euch zu hören.

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