Jenkem und Nachrichten aus der Wiege der Menschheit

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“Mit Klebstoff höre ich nur Stimmen in meinem Kopf. Aber mit Jenkem habe ich Visionen. Ich sehe meine tote Mutter und ich vergesse die Probleme in meinem Leben.” (Luke Mpande)

Sambia hat 11 Millionen Einwohner, eine Lebenserwartung von 37 Jahren und zählte 2006 750.000 AIDS-Waisen, von denen ca. 10% Straßenkinder sind. Das BIP liegt bei 823 $ . Mehr als die Hälfte der stark heterogenen Bevölkerung ist jünger als 20 Jahre und obwohl es eines der ärmsten Länder der Welt ist, ist es ein sicherer Anlaufpunkt für eine Vielzahl von Flüchtlingen aus den verheerten Ländern Angola, Kongo und Ruanda.

Die Wirtschaft des Landes ist  schon nahezu vollständig “privatisiert” und Sambia hat begehrte natürliche Resourcen, trotzdem hat das Land 6,3 Milliarden $ Schulden, bei einem Staatshaushalt von ca. 1 Milliarde Euro aus eigener Kraft. Die Haupthandelspartner sind China und Indien, nachdem sich die Anglo Amerikanischen Gesellschaft weitgehend zurückgezogen hat.

Sambia entsendet  im Rahmen der Afrikanischen Union 500 Soldaten zum Schutz der Flüchtlinge im Südsudan.

Aus der Vielfalt der Kulturen schöpft eine reiche Traditionelle- und Popkultur.

Von den vielen Waisen leben die 75000 Straßenkinder in extremster Armut, und die Projekte ihr Leid zu lindern, kommen dem Anwachsen ihrer Zahl kaum nach.

Straßenkinder benutzen häufig Drogen um ihrem von Hunger, Ungewolltsein und möglicherweise Prostitution geprägten Leben für Momente des Highseins zu entkommen. Die Kinder in Sambia benutzen Cannabis, Klebstoff, Benzin oder wilden Tabak. Aber diese teuren Highs sind nicht für alle erschwinglich.

Jenkem hingegen findet man sozusagen neben der Straße, in den Sickergruben der Stadt. Jenkem ist das Gas das sich auf unter Luftabschluß für eine Woche fermentierten menschlichen Exkrementen bildet. Der Rausch, begleitet von Halluzination des Gehörs und des Sehens soll stärker als beim Klebstoffschnüffeln sein, er hält ungefähr eine Stunde an.

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Jenkem, auch Jekem, der Name ist vermutlich von dem Markennamen Genkem abgeleitet, ist für die humorvollen Jugendlichen der Wohlstandsnationen ,nachdem der Unglaube ,bezüglich des außersambischen Gebrauchs überwunden war, eine krasse Bereicherung und Anlaß zu Spott und Hohn.Ich selbst musste  erstmal schlucken und lachen, als Warren Ellis in gewohnt zynischer Weise davon berichtete, ich sehe  auch das Elend das zu solchem Erfindungsreichtum führt.Testen werde ich es trotzdem einmal, aus Prinzip.

Besser sollte ich Mganda lernen , oder mich mit ,Amon Simutowe, und anderen Sportlern beschäftigen, jedoch ich gebe zu, mich faszinieren amazing sensations.

Hinweisen möchte ich  speziell auf Microplace, (dank an Southpark Republican für den Bericht) ,das  noch nicht in Sambia aktiv , aber ein vielversprechendes Projekt ist.

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